Der Aufstieg in die Oberliga ist zum Greifen nah - beste Saisonleistung gegen Verfolger SV Sömmerda
Vier Spieltage vor Ende der Saison musste die 1. Herren am Wochenende zwei Hürden in Richtung Saisonziel Aufstieg in die Oberliga meistern. Die etwas leichtere von beiden Aufgaben wartete am Samstag beim Auswärtsspiel in Themar. Gegen den Tabellenvorletzten reiste die 1. Herren mit einem Ersatzspieler an, Sebastian Gierga, der sich aber trotz Niederlage in Doppel und Einzel sehr beachtlich aus der Affäre zog und keineswegs enttäuschte. Mit Ausnahme von Kapitän Jürgen Leu, der ebenfalls sein Einzel verlor, überzeugten alle Spieler und fuhren somit einen ungefährdeten 9:3 Sieg ein.
Das deutlich schwierigere Spiel folgte tags darauf. Es war gerichtet zum Spitzenspiel der Thüringenliga und der ärgste Verfolger SV Sömmerda gastierte in der Curiestraße in Erfurt. Die Sömmerdaer hatten zu diesem Zeitpunkt nur 3 Punkte Rückstand auf Sponeta, mussten also auf jeden Fall gewinnen, wollten sie noch ihre Chance auf den direkten Aufstieg wahren. Beide Mannschaften traten in Bestbesetzung an und auch zahlreiche Zuschauer sorgten an diesem Tag für einen würdigen Rahmen zum Spitzenspiel. Sogar zwei langjährige Fans von Sponetas Nummer 1 Sebastian Sauer nahmen die weite Reise von mehr als 900km an diesem Tag auf sich, um Sponeta und Sebastian die Daumen zu drücken. Herzlichen Dank!
Sömmerda verfolgte mit einer taktischen Umstellung in den Doppeln das Ziel, mindestens 2:1 aus den Eingangsdoppeln in die Einzel zu starten. Hierzu paarten sie Carl/Henich als Doppel 2 gegen Sponetas Doppel 1 Sauer/Stoltze. Die Rechnung schien auch aufzugehen, denn das Sömmerdaer Doppel rang unser Doppel 1 nieder und ging mit 0:1 in Führung. Eher überraschend hingegen war der Ausgang des anderen Doppelvergleichs. Sömmerdas bis dahin noch ungeschlagenes Doppel 1 Maier/Gorschewski hatte gegen die glänzend aufspielenden Richter/Fussy keine Chance und verloren klar mit 0:3 Sätzen - bis dahin die mit Abstand beste Saisonleistung von Sponetas Doppel 2. Im Vergleich der beiden Doppel 3 war Sponetas Paarung Hoffmann/Leu leicht favorisiert, nicht zuletzt aufgrund der taktischen Umstellung Sömmerdas. Hoffmann/Leu, zusammen auch noch ungeschlagen in der Rückrunde, wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen souverän mit 3:0 Sätzen. Damit ging Sponeta mit 2:1 nach den Doppeln in Führung und die Taktik von Sömmerda schlug fehl.
Der Mannschaft um Kapitän Jürgen Leu war vom ersten Ball an anzumerken, dass sie den verschenkten Sieg aus dem Hinspiel (8:8 Unentschieden) unbedingt wieder gut machen wollten und so präsentierten sie sich auch weiter in den Einzeln. Sebastian Sauer hatte in seinem ersten Einzel gegen Henich nur wenig Mühe und gewann klar mit 3:0 Sätzen. Deutlich enger hingegen war das Spiel von Sascha Hoffmann gegen Carl. Dieser ging sogar mit 0:2 Sätzen in Führung ehe Sascha den Spieß im 3. Satz umdrehen konnte, diesen in der Verlängerung gewann und in der Folge sogar noch das gesamte Spiel mit 3:2 Sätzen. Sponeta zog damit schnell auf 4:1 davon und es kam zu den Spielen im mittleren Paarkreuz. Während Erik Richter, der eines seiner besseren Saisonspiele zeigte und zu überzeugen wusste, keine Probleme mit Sömmerdas Nummer 4 Gorschewski hatte, sah sich Enrico Fussy einem glänzend aufgelegten Peter Maier gegenüber. Dieses Spiel ging sehr deutlich mit 0:3 verloren und der Zwischenstand lautete nun 5:2. Es folgten die beiden Einzel im unteren Paarkreuz in dem mit Korinek und Stoltze je ein Spieler auf Seiten beider Teams stand, die zu den besten der gesamten Liga im unteren Paarkreuz gehören. André Stoltze unterstrich seine Form mit einem nie gefährdeten 3:0 Sieg über Köhler. Jürgen Leu und Korinek lieferten sich einen äußerst umkämpften 1. Satz, den der Sponeta-Spieler schließlich mit 18:16 gewinnen konnte. Im weiteren Spielverlauf zeigte Korinek zunehmend Nerven, der Sponeta-Kapitän wiederum sein bestes Saisonspiel und gewann mit 3:0 Sätzen. Der Vorsprung wurde damit weiter ausgebaut und am Ende der ersten Einzelrunde lautete der Zwischenstand bereits 7:2 für Sponeta.
Im anschließenden Spitzenspiel der beiden Einser zeigte Sebastian Sauer keine Schwäche gegen Carl und siegte am Ende verdient mit 3:1 Sätzen. Ein ähnlicher Verlauf auch am Nachbartisch, wo sich Sascha Hoffmann gegen Henich mit 3:1 durchsetzen konnte. Damit war es perfekt. Sponeta besiegte Sömmerda mit 9:2, sicherlich etwas zu deutlich, aber letztlich sehr verdient. Durch diesen Sieg im direkten Duell mit einem der Verfolger konnte Sponeta den Vorsprung auf Rang 2 auf nunmehr vier Punkte ausbauen und damit auch die Tür zur Oberliga sehr weit aufstoßen. Den ersten Fuß über die Schwelle setzen, will die 1. Herren schon am kommenden Wochenende, wo es in einem weiteren Heimspiel darum gehen wird, zwei sichere Punkte gegen den Tabellenletzten aus Hildburghausen einzufahren.




